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Audio-Logo

Wir erleben zur Zeit das verstärkte Auftreten von Audio-Logos bzw. Sound-Logos. Die Werbeindustrie hat erkannt, dass der visuelle Eindruck nicht mehr ausreicht und versucht nun mehr Sinne anzusprechen. Das gilt aber nicht nur für die Werbeindustrie, denn auch in anderen Bereichen wächst das Bedürfnis weitere Sinne anzusprechen. Der nächste Schritt in der technologisch vorgegebenen Welt ist es, etwas im auditiven Bereich zu machen. Wenn wir uns die aktuellen bekannten Audio-Logos anschauen, können wir feststellen, dass deren Kreation heutzutage ein Prozess ist, der nicht deterministisch bestimmt ist. Es ist eher ein von Künstlern geschaffenes Zufallsprodukt, ähnlich einem Popsong. Obwohl die Schaffung der Audio-Logos nicht deterministisch geschieht, können wir bestimmte Strukturen ausmachen. Ob diese Strukturen nun zufällig oder gewollt sind, ist nicht bekannt. Hören wir uns die Audio-Logos verschiedener Autohersteller an. Als erstes das Audio-Logo von AUDI: Eine Art Herzschlag abgeschlossen von einem, wir könnten sagen, silbrigen Klang (rein technisch gesehen ist das eine Art Rauschen). Nehmen wir das Logo von BMW, es ist ähnlich aufgebaut. Gleiche Strukturelemente finden wir bei Renault und Toyota. Und sogar die Kinderstimme beim Mazda-Logo lässt sich mit viel Phantasie einem silbrigen Klang zuordnen. Offensichtlich hat der silbrige Klang etwas mit Automobilen zu tun. Wir möchte also gerne untersuchen, ob zwischen der Firma oder dem Produkt und dem dazugehörigen Audio-Logo eine Beziehung besteht. Dazu reicht es nicht aus, das Ganze nur aus technischer Sicht zu betrachten. Vielmehr können bei der Erstellung eines Audio-Logos eine Reihe von anderen Dingen eine Rolle spielen. Das kann in das Medizinische gehen, beispielsweise wie ein Klang von Gehirn aufgenommen wird. Das kann in das Künstlerische gehen. Das kann auf kulturellen oder interkulturellen Aspekten basieren.

Sonic Visualizer Analysis